BIO
Felix Mildenberger ist seit 2021 Erster Gastdirigent der Filarmonica Teatro Regio di Torino. Vom Deutschen Musikrat wurde er 2021 in die Künstlerliste „Maestros von Morgen“ aufgenommen – eine Auszeichnung langjähriger künstlerischer Qualität. Im Jahr zuvor wurde er mit dem „Prix Young Artist of the Year“ des Festival der Nationen ausgezeichnet.

Gelobt für seine „ausgefeilte Technik und seine klaren musikalischen Ideen“ arbeitet Felix Mildenberger mit vielen namhaften Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, DSO Berlin, London Symphony Orchestra, Wiener Symphoniker, Orchestre National de France, Tonhalle-Orchester Zürich, hr-Sinfonieorchester, Dresdner Philharmonie, NDR Radiophilharmonie Hannover, Konzerthausorchester Berlin, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Staatskapelle Weimar, Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Bremer Philharmoniker, Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Dortmunder Philharmoniker, Ensemble Modern, Sinfonieorchester Basel, LaFil Filarmonica di Milano, Camerata Salzburg, Belgrade Philharmonic, Orquesta Sinfonica de Tenerife, Orchestre National de Lille, Nagoya Philharmonic, Taipei Symphony Orchestra, Kansai Philharmonic Orchestra u.a.
2024 gab Mildenberger sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin, wo er eine Vorstellung von George Benjamins „Written On Skin“ leitete.
Zu den Solisten, mit denen er gearbeitet hat, zählen Julia Fischer, Lucas und Arthur Jussen, Martin James Bartlett, Alexander Krichel, Sabine Meyer, Nils Mönkemeyer, Alexei Volodin, Mikhail Pletnev, Daniel Lozakovich, James Ehnes und Alexej Gerassimez.
In der Saison 2024/25 kehrt er zurück zum Tonhalle Orchester Zürich, Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, Orquesta Sinfónica de Tenerife, Belgrade Philharmonic Orchestra und zur Filarmonica Teatro Regio di Torino. Zudem wird er erstmals das Münchner Rundfunkorchester, die Philharmonie Südwestfalen und die Staatliche Slowakische Philharmonie Košice leiten, sowie mehrere Aufführungen von Berlioz‘ „Damnation de Faust“ am Slowenischen Nationaltheater in Ljubljana.
Ich kenne Felix schon seit vielen Jahren und ich es erfüllt mich mit Stolz zu sehen, wie er sein Talent weiterentwickelt hat!
Felix ist ein sehr guter Dirigent, mit hoher Musikalität und großem Können. Ihm steht eine strahlende Zukunft bevor!Paavo Järvi
Felix Mildenberger erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, und er arbeitete als Assistant Conductor eng mit Dirigenten wie Bernard Haitink, Paavo Järvi, Sir Simon Rattle, Fabio Luisi, Marko Letonja, Gianandrea Noseda, Robin Ticciati, Emmanuel Krivine u.a.
Nach seinem Gewinn der Donatella Flick LSO Conducting Competition 2018 war er zwei Jahre lang „Assistant Conductor“ des London Symphony Orchestra, wo er u.a. eng mit Sir Simon Rattle zusammenarbeitete und selbst zahlreiche Konzerte dirigierte.
2019-20 war er in gleicher Funktion für Paavo Järvi beim Tonhalle-Orchester Zürich und 2017-19 beim Orchestre National de France für Chefdirigent Emmanuel Krivine tätig. Zudem engagierte ihn das Royal Concertgebouw Orchestra wiederholt als „Cover Conductor“ für Dirigenten wie Bernard Haitink oder Mariss Jansons.
2021 war er Herbert Blomstedts Assistent auf dessen USA-Reise mit dem Boston Symphony Orchestra und dem Cleveland Orchestra.
Bei Opernproduktionen assistierte er Marc Albrecht an der Deutschen Oper, Jane Glover am Aspen Opera Center und Jukka-Pekka Saraste an der Bayerischen Staatsoper in München. Außerdem dirigierte er Konzerte im Rahmen des „Impuls Festivals für Neue Musik“. Seit 2014 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des von ihm mitgegründeten Sinfonieorchester Crescendo in Freiburg.
Felix Mildenberger begann seine musikalische Ausbildung in den Fächern Violine, Viola und Klavier und studierte Orchesterleitung in Freiburg und Wien. Zu seinen Lehrern zählen Lutz Köhler, Gerhard Markson, Mark Stringer, Scott Sandmeier, Massimiliano Matesic und Alexander Burda. Zudem studierte er bei David Zinman, Paavo Järvi, Bernard Haitink, Marko Letonja, Johannes Schlaefli und James E. Ross im Rahmen von Meisterkursen. In den Jahren 2016 und 2017 war er Conducting Fellow beim Aspen Music Festival, wo er bei Robert Spano, Markus Stenz und Hugh Wolff studierte und mit dem „Robert Spano Conductor Prize“ ausgezeichnet wurde.
2017 gewann er den zweiten Preis beim 12. Cadaqués Orchestra International Conducting Competition und 2020 wurde er vom Festival der Nationen zum Nachwuchskünstler des Jahres ernannt.
Er war Stipendiat des „Forum Dirigieren“ des Deutschen Musikrats von 2017 bis 2023 und der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung von 2017 bis 2019.
Von 2015 bis 2017 lehrte er selbst als Dozent für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik Freiburg und leitete während der Mozartwoche 2020 einen Meisterkurs für junge Dirigentinnen und Dirigenten an der Universität Mozarteum Salzburg.

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Felix Mildenberger ist ein hochbegabter junger Dirigent. Er zeichnet sich aus durch großes schlagtechnisches Talent, ausgezeichnetes Gehör, äußerst ernsthafte Arbeit an den Partituren und eine hochprofessionelle Einstellung zum Beruf des Dirigenten.
Gerhard Markson
Termine
Do., 10.04.25
KosiceSlovac State Philharmonic Orchestra
D. Shostakovich: Violin Concerto No. 1
M. Weinberg: Symphony No. 3
Dmytro Udovychenko, violin
Slovac State Philharmonic Orchestra
Programm
D. Shostakovich: Violin Concerto No. 1
M. Weinberg: Symphony No. 3
Solist
Dmytro Udovychenko, violin
Fr., 11.04.25
ZilinaSlovac State Philharmonic Orchestra
D. Shostakovich: Violin Concerto No. 1
M. Weinberg: Symphony No. 3
Dmytro Udovychenko, violin
Slovac State Philharmonic Orchestra
Programm
D. Shostakovich: Violin Concerto No. 1
M. Weinberg: Symphony No. 3
Solist
Dmytro Udovychenko, violin
Do., 24.04.25
19:30 Uhr
Symphony orchestra of the Academy of Ljubljana
M. Nahtigal: Uvertura 9119 (first performance)
J. Brahms: Violin Concerto in D major, op. 77
S. Rachmaninov: Symphonic Dances
Symphony orchestra of the Academy of Ljubljana
Programm
M. Nahtigal: Uvertura 9119 (first performance)
J. Brahms: Violin Concerto in D major, op. 77
S. Rachmaninov: Symphonic Dances
Fr., 16.05.25
10:00 Uhr
Münchner Rundfunkorchester
Johann N. Hummel
Konzert für Trompete und Orchester E-Dur, 3. Satz: Rondo – Allegro
Heinrich I.F. Biber
Sonate für 8 Trompeten, Pauken und B.C.
Oskar Böhme
Liebeslied, op. 22 Nr. 2
Guiseppe Verdi
Aida: Triumphmarsch
Michel Legrand (Arr. P.J. Lawrence)
How Do You Keep The Music Playing?
Wolf Kerschek
Trumpet Dances, 3. Satz: „Balkan Children’s Dance“
Wolf Kerschek
„Festive Trumpets“
Matthias Höfs, trumpet
Constanze Fennel, moderator
Münchner Rundfunkorchester
Programm
Johann N. Hummel
Konzert für Trompete und Orchester E-Dur, 3. Satz: Rondo – Allegro
Heinrich I.F. Biber
Sonate für 8 Trompeten, Pauken und B.C.
Oskar Böhme
Liebeslied, op. 22 Nr. 2
Guiseppe Verdi
Aida: Triumphmarsch
Michel Legrand (Arr. P.J. Lawrence)
How Do You Keep The Music Playing?
Wolf Kerschek
Trumpet Dances, 3. Satz: „Balkan Children’s Dance“
Wolf Kerschek
„Festive Trumpets“
Solist
Matthias Höfs, trumpet
Constanze Fennel, moderator
Fr., 16.05.25
12:00 Uhr
Münchner Rundfunkorchester
Johann N. Hummel
Konzert für Trompete und Orchester E-Dur, 3. Satz: Rondo – Allegro
Heinrich I.F. Biber
Sonate für 8 Trompeten, Pauken und B.C.
Oskar Böhme
Liebeslied, op. 22 Nr. 2
Guiseppe Verdi
Aida: Triumphmarsch
Michel Legrand (Arr. P.J. Lawrence)
How Do You Keep The Music Playing?
Wolf Kerschek
Trumpet Dances, 3. Satz: „Balkan Children’s Dance“
Wolf Kerschek
„Festive Trumpets“
Matthias Höfs, trumpet
Constanze Fennel, moderator
Münchner Rundfunkorchester
Programm
Johann N. Hummel
Konzert für Trompete und Orchester E-Dur, 3. Satz: Rondo – Allegro
Heinrich I.F. Biber
Sonate für 8 Trompeten, Pauken und B.C.
Oskar Böhme
Liebeslied, op. 22 Nr. 2
Guiseppe Verdi
Aida: Triumphmarsch
Michel Legrand (Arr. P.J. Lawrence)
How Do You Keep The Music Playing?
Wolf Kerschek
Trumpet Dances, 3. Satz: „Balkan Children’s Dance“
Wolf Kerschek
„Festive Trumpets“
Solist
Matthias Höfs, trumpet
Constanze Fennel, moderator
Sa., 17.05.25
15:00 Uhr
Münchner Rundfunkorchester
Johann N. Hummel
Konzert für Trompete und Orchester E-Dur, 3. Satz: Rondo – Allegro
Heinrich I.F. Biber
Sonate für 8 Trompeten, Pauken und B.C.
Oskar Böhme
Liebeslied, op. 22 Nr. 2
Guiseppe Verdi
Aida: Triumphmarsch
Michel Legrand (Arr. P.J. Lawrence)
How Do You Keep The Music Playing?
Wolf Kerschek
Trumpet Dances, 3. Satz: „Balkan Children’s Dance“
Wolf Kerschek
„Festive Trumpets“
Matthias Höfs, trumpet
Constanze Fennel, moderator
Münchner Rundfunkorchester
Programm
Johann N. Hummel
Konzert für Trompete und Orchester E-Dur, 3. Satz: Rondo – Allegro
Heinrich I.F. Biber
Sonate für 8 Trompeten, Pauken und B.C.
Oskar Böhme
Liebeslied, op. 22 Nr. 2
Guiseppe Verdi
Aida: Triumphmarsch
Michel Legrand (Arr. P.J. Lawrence)
How Do You Keep The Music Playing?
Wolf Kerschek
Trumpet Dances, 3. Satz: „Balkan Children’s Dance“
Wolf Kerschek
„Festive Trumpets“
Solist
Matthias Höfs, trumpet
Constanze Fennel, moderator
Sa., 17.05.25
11:00 Uhr
Münchner Rundfunkorchester
Johann N. Hummel
Konzert für Trompete und Orchester E-Dur, 3. Satz: Rondo – Allegro
Heinrich I.F. Biber
Sonate für 8 Trompeten, Pauken und B.C.
Oskar Böhme
Liebeslied, op. 22 Nr. 2
Guiseppe Verdi
Aida: Triumphmarsch
Michel Legrand (Arr. P.J. Lawrence)
How Do You Keep The Music Playing?
Wolf Kerschek
Trumpet Dances, 3. Satz: „Balkan Children’s Dance“
Wolf Kerschek
„Festive Trumpets“
Matthias Höfs, trumpet
Constanze Fennel, moderator
Münchner Rundfunkorchester
Programm
Johann N. Hummel
Konzert für Trompete und Orchester E-Dur, 3. Satz: Rondo – Allegro
Heinrich I.F. Biber
Sonate für 8 Trompeten, Pauken und B.C.
Oskar Böhme
Liebeslied, op. 22 Nr. 2
Guiseppe Verdi
Aida: Triumphmarsch
Michel Legrand (Arr. P.J. Lawrence)
How Do You Keep The Music Playing?
Wolf Kerschek
Trumpet Dances, 3. Satz: „Balkan Children’s Dance“
Wolf Kerschek
„Festive Trumpets“
Solist
Matthias Höfs, trumpet
Constanze Fennel, moderator
Fr., 30.05.25
19:30 Uhr
Philharmonie Südwestfalen
F. Mendelssohn: Overture „Hebriden“, op. 26
C. Saint-Saens: Konzertstück für Harfe und Orchester, op. 154
C. Debussy: Danse sacrée et danse profane
L. v. Beethoven: Symphony No. 5 in c minor, op. 67
Marion Ravot, harp
Philharmonie Südwestfalen
Beschreibung
Wussten Sie schon…?
…, dass die Harfe seit über 5.000 Jahren bekannt ist? Selbst König Salomo wird mit ihr im alten Testament in Verbindung gebracht. Gut, Veränderungen hat sie einige durchgemacht, bis die heutige Konzertharfe alle Töne erklingen lassen konnte. Rechnet man die Holzteile und die mechanischen zusammen, so addiert sich die Summe der verbauten Elemente auf gut 2.000.
Und so bestimmen im letzten Abo-Konzert der Saison zunächst die eher leisen, goldenen Töne das Geschehen auf der Bühne, bevor wir uns mit der wuchtigen 5. Sinfonie Beethovens in die Sommerpause verabschieden.
Marion Ravot weist bereits in jungen Jahren eine beeindruckende Vita auf, ebenso wie der charismatische und schwungvolle Dirigent, beide musizieren zum ersten Mal mit unserer Philharmonie zusammen.
Programm
F. Mendelssohn: Overture „Hebriden“, op. 26
C. Saint-Saens: Konzertstück für Harfe und Orchester, op. 154
C. Debussy: Danse sacrée et danse profane
L. v. Beethoven: Symphony No. 5 in c minor, op. 67
Solist
Marion Ravot, harp
Sa., 31.05.25
19:30 Uhr
Philharmonie Südwestfalen
F. Mendelssohn: Overture „Hebriden“, op. 26
C. Saint-Saens: Konzertstück für Harfe und Orchester, op. 154
C. Debussy: Danse sacrée et danse profane
L. v. Beethoven: Symphony No. 5 in c minor, op. 67
Marion Ravot, harp
Philharmonie Südwestfalen
Beschreibung
Wussten Sie schon…?
…, dass die Harfe seit über 5.000 Jahren bekannt ist? Selbst König Salomo wird mit ihr im alten Testament in Verbindung gebracht. Gut, Veränderungen hat sie einige durchgemacht, bis die heutige Konzertharfe alle Töne erklingen lassen konnte. Rechnet man die Holzteile und die mechanischen zusammen, so addiert sich die Summe der verbauten Elemente auf gut 2.000.
Und so bestimmen im letzten Abo-Konzert der Saison zunächst die eher leisen, goldenen Töne das Geschehen auf der Bühne, bevor wir uns mit der wuchtigen 5. Sinfonie Beethovens in die Sommerpause verabschieden.
Marion Ravot weist bereits in jungen Jahren eine beeindruckende Vita auf, ebenso wie der charismatische und schwungvolle Dirigent, beide musizieren zum ersten Mal mit unserer Philharmonie zusammen.
Programm
F. Mendelssohn: Overture „Hebriden“, op. 26
C. Saint-Saens: Konzertstück für Harfe und Orchester, op. 154
C. Debussy: Danse sacrée et danse profane
L. v. Beethoven: Symphony No. 5 in c minor, op. 67
Solist
Marion Ravot, harp
Sa., 14.06.25
19:30 Uhr
Philharmonie Südwestfalen
F. Mendelssohn: Overture „Hebriden“, op. 26
C. Saint-Saens: Konzertstück für Harfe und Orchester, op. 154
C. Debussy: Danse sacrée et danse profane
L. v. Beethoven: Symphony No. 5 in c minor, op. 67
Marion Ravot, harp
Philharmonie Südwestfalen
Beschreibung
Wussten Sie schon…?
…, dass die Harfe seit über 5.000 Jahren bekannt ist? Selbst König Salomo wird mit ihr im alten Testament in Verbindung gebracht. Gut, Veränderungen hat sie einige durchgemacht, bis die heutige Konzertharfe alle Töne erklingen lassen konnte. Rechnet man die Holzteile und die mechanischen zusammen, so addiert sich die Summe der verbauten Elemente auf gut 2.000.
Und so bestimmen im letzten Abo-Konzert der Saison zunächst die eher leisen, goldenen Töne das Geschehen auf der Bühne, bevor wir uns mit der wuchtigen 5. Sinfonie Beethovens in die Sommerpause verabschieden.
Marion Ravot weist bereits in jungen Jahren eine beeindruckende Vita auf, ebenso wie der charismatische und schwungvolle Dirigent, beide musizieren zum ersten Mal mit unserer Philharmonie zusammen.
Programm
F. Mendelssohn: Overture „Hebriden“, op. 26
C. Saint-Saens: Konzertstück für Harfe und Orchester, op. 154
C. Debussy: Danse sacrée et danse profane
L. v. Beethoven: Symphony No. 5 in c minor, op. 67
Solist
Marion Ravot, harp
Presse
November, 2024
Märkische Oderzeitung Frankfurt
„Erfrischend moderne Lesarten“ / „Refreshingly modern interpretations“
Felix Mildenberger beim Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt
„Erfrischend moderne Lesarten“ / „Refreshingly modern interpretations“
Märkische Oderzeitung Frankfurt

Erfrischend moderne Lesarten
Das Staatsorchester füllt mit spätromantischen Klangsolitären die Konzerthalle in Frankfurt (Oder).
Jung, dynamisch, energiegeladen, zielstrebig und voller ausdrucksstarker Körpersprache – so präsentierte sich der 34-jährige Dirigent Felix Mildenberger beim 3. Philharmonischen Konzert des Staatsorchesters am Freitag in der sehr gut besuchten Konzerthalle. Und wenn die Auguren nicht irren, sollte er zum Kreis der Kandidaten für die zum Saisonende zur Disposition stehende Position des Chefdirigenten gehören. Über das dazu erforderliche handwerkliche Rüstzeug verfügend, lieferte er als „Empfehlungsschreiben“ eine erfrischend moderne Lesart des schier unverwüstlichen klavieristischen „Schlachtrosses“ Nr. 1 b-Moll op.23 von Peter Tschaikowski. Feurig geriet ihm und den bestens aufgelegten Musikern der markante, von mächtigen und raschen Akkorden bestimmte Orchestereinstieg in das Werk, gefolgt von den geradezu donnernden und voll griffigen Attacken des Klaviers.
Nach der Pause konnten die Musiker in der Wiedergabe der fis-Moll-Sinfonie op. 41 der kroatischen Komponistin Dora Pejačević ihr profundes spielerisches Können klangvoll und ausdrucksstark offenbaren. Nach dräuendem Beginn à la Richard Wagner entfalteten sich opulente und ohrengefällige Klangwonnen voller Naturidylle und energischer Episoden. Deren schwelgerisch ausgebreiteter spätromantischer Erzählton ließ zuweilen auch an Einflüsse von Richard Strauss, Robert Schumann, Johannes Brahms und Tschaikowski denken. Dennoch fand die Komponistin zwischen Postkartenidylle, Dorffestfröhlichkeit, energischen Episoden und sich verströmender Lieblichkeit zu einer eigenen Musiksprache.
Refreshingly modern interpretations
The state orchestra fills the concert hall in Frankfurt (Oder) with late-romantic sound solitaires.
Young, dynamic, full of energy, determined and full of expressive body language – this is how the 34-year-old conductor Felix Mildenberger presented himself at the 3rd Philharmonic Concert of the State Orchestra on Friday in the very well-attended concert hall. And if the augurs are not mistaken, he should be one of the candidates for the position of chief conductor, which is up for grabs at the end of the season. Possessing the necessary skills for the job he delivered a refreshingly modern reading of the almost indestructible piano concerto No. 1 in B flat minor op.23 by Peter Tchaikovsky as a „letter of recommendation“.
The conductor and the musicians in top form presented a striking orchestral introduction to the work, characterised by powerful and rapid chords, followed by the downright thunderous and fully gripping attacks of the piano.
After the interval, the musicians were able to reveal their profound playing skills in a sonorous and expressive performance of the F sharp minor Symphony op. 41 by Croatian composer Dora Pejačević. After a sombre opening à la Richard Wagner, opulent and ear-pleasing soundscapes full of natural idylls and energetic episodes unfolded. Their voluptuously expansive, late Romantic narrative tone was at times reminiscent of the influences of Richard Strauss, Robert Schumann, Johannes Brahms and Tchaikovsky. Nevertheless, between postcard idyll, village cheerfulness, energetic episodes and exuberant sweetness, the composer found her very own musical language.
Autor:in: Peter BuskeOktober, 2024
bachtrack.com
Romantische Raritäten / Romantic rarities
Felix Mildenberger with the Orquesta Sinfónica de Tenerife
Romantische Raritäten / Romantic rarities
bachtrack.com

Die Sinfónica de Tenerife erweckt mit Felix Mildenberger seltenere Romantiker wieder zum Leben
Das Programm des Orquesta Sinfónica de Tenerife bestand aus ungewöhnlichen Werken von Schumann und Mendelssohn, was sowohl für das Inselpublikum als auch für das symphonische Ensemble selbst ein willkommenes Novum darstellt.
Der Abend begann mit der Ouvertüre „Die Hebriden“, die mit ihren beschreibenden Melodien die nordatlantische Inselgruppe im Rahmen des vermeintlichen Exotismus des 19. Jahrhunderts beschreibt, der sich nach Erfahrungen in fernen und für die damalige Zeit fast unerreichbaren Gebieten sehnte. In seinen beschreibenden Melodien sind Anspielungen auf die wilde Natur dieses unwirtlichen Ortes, seine Stürme, Sonnenauf- und -untergänge, Winde und Wellen deutlich zu erkennen. Die leichte und angenehme Lesart durch den Gastdirigenten, den sehr jungen Felix Mildenbergen, kaum 35 Jahre alt, trug zur schwärmerischen Schönheit des Eröffnungsstücks des Konzerts bei, mit gut bemessenen Tempi und Volumen für ein solches Werk.
Schumanns noch ungewöhnlicheres Konzertstück für vier Hörner bildete den Abschluss des ersten Teils des Programms, an dem die wichtigsten Hornisten des Orchesters von Teneriffa mitgewirkt haben. Die technische Schwierigkeit der Ausführung dieses dreisätzigen Werks und die ausgefeilte Orchestrierung, die von so seltenen Solisten begleitet wird, stellen eine echte Herausforderung für jeden der Interpreten dar. Lasheras, Llácer, Alcover und Pérez selbst können nur für ihre Professionalität und die perfekte Kombination ihrer Interpretation gelobt werden, die sowohl in den höchsten Momenten leidenschaftlich als auch in den lyrischsten und intimsten Momenten bewegend ist. Die Komplizenschaft und das gute Zusammenspiel der vier Solisten war in der gebotenen Version mehr als offensichtlich, voll von reichen Klangfarben und von großer klanglicher Wirkung auf das Publikum. Ein großer Triumph für ein so undankbares Instrument, das bei vielen Gelegenheiten nur ein Begleitinstrument ist, aber bei dieser Gelegenheit die Hauptrolle spielte.
Nach der Pause stand Mendelssohn wieder im Mittelpunkt mit der Sinfonie Nr. 1, op. 11, einem Frühwerk und einem enormen Exponenten der zukünftigen künstlerischen Entwicklung des Komponisten, der hier bereits seine größten musikalischen Erfolge zeigte. Mit deutlichen Mozart-Reminiszenzen, reicher Orchestrierung und unendlich vielen Melodien von schönem Kaliber war sie zweifellos ein hervorragender Höhepunkt des Programms. Mildenbergen gab dem ersten und vierten Satz eine agile und dynamische Lesart, die gut zu den schnellen Akkorden der beiden Teile passte. Andererseits verlangsamte er sowohl das Andante als auch das Menuetto mit Bedacht, wodurch er einen wunderbar effektiven Impasto und eine beispielhafte Interpretation des Stücks erreichte.
Die solide Reife des Dirigenten zeigt sich sowohl in seinen interpretatorischen Mitteln als auch in seiner Beherrschung aller Orchestergruppen. Die Verteilung des Orchesters nach seinen eigenen Kriterien mit den Celli in der Mitte und den Kontrabässen auf der linken Seite trug zu einer originellen, aber originalgetreuen Lesart der Werke bei. Eine tadellose Lesart, die an den reifsten Mozart erinnert und die erhabenste Romantik ankündigt.
The Sinfónica de Tenerife recreates romantic rarities with Felix Mildenberger
The programme offered by the Orquesta Sinfónica de Tenerife was made up of unusual works by Schumann and Mendelssohn, a very welcome proposal for the novelty it represents for the island audience and for the symphonic ensemble itself.
The evening began with the Overture „The Hebrides“, with its evocative descriptive melodies of the northern Atlantic archipelago in the framework of the supposed nineteenth-century exoticism, eager for experiences based on distant and almost unattainable territories for the time. In his descriptive melodies, allusions to the wild nature of this inhospitable place, its storms, sunrise and sunset, winds and waves are clearly distinguishable. The easy and pleasant reading by the guest conductor, the very young Felix Mildenbergen, barely 35 years old, contributed to the rapturous beauty of the opening piece of the concert, with tempi and volume well measured for a work of these characteristics.
Schumann’s even more unusual Concerto Piece for Four Horns culminated the first part of the programme with the inestimable collaboration of the principal horn players of the Tenerife orchestral ensemble. Developed in the corresponding three movements, the technical difficulty of its execution, together with the elaborate orchestration accompanying such infrequent soloists, constitute a real challenge for any of the performers. Lasheras, Llácer, Alcover and Pérez themselves can only be praised for their professionalism and the perfect combination of their interpretation, passionate at the highest moments as well as moving in the most lyrical and intimate ones. The complicity and good performance of the four soloists was more than evident in the version offered, full of rich tonalities and of great sonorous impact on the audience. A great triumph for such an ungrateful instrument, on many occasions a mere accompaniment, which on this occasion was the main protagonist.
After the intermission, Mendelssohn repeated the leading role with Symphony No. 1, op. 11, an early work and a tremendous exponent of the future artistic development of the composer, who was already displaying his greatest musical successes here. With clear Mozartian reminiscences, rich orchestration and infinite melodies of beautiful calibre, it was undoubtedly an excellent culmination of the programme. Mildenbergen imposed an agile and dynamic reading on the first and fourth movements, well suited to the swift chords of both parts. On the other hand, he wisely slowed down both the Andante and the Menuetto, achieving a beautifully effective impasto and an exemplary interpretation of the piece.
The conductor’s solid maturity is visible both in his interpretative resources and in his mastery of all sections of the orchestra. The orchestra, according to his own criteria, was distributed with the cellos in the centre and the double basses on the left, and this contributed to an original but faithful reading of the works. An impeccable reading that recalled the most mature Mozart and heralded the most sublime romanticism.
Autor:in: Ramón Pereira BlancoJuni, 2024
Thüringer Allgemeine
„Staatskapelle Weimar mit majestätisch leisen Tönen“
Felix Mildenberger zu Gast in Weimar
„Staatskapelle Weimar mit majestätisch leisen Tönen“
Thüringer Allgemeine

„Auf dem Programm stand spätromantische Musik und das „very British”. Der Abend erfüllte eine Sehnsucht nach Harmonie, ohne zu verkleben.
„Die sinfonische Dichtung „Tintagel“ von Arnold Bax, führte an die Küste Schottlands. Genau gesagt nach Cornwell. Musikalisch beschrieben wird eine historische Burganlage, die über Jahrhunderte Sonne, Wind und Wetter trotzt. In dramatischen Spannungsbögen beschworen Kontrabässe, Tuba und Pauken einen Sturm hervor. Harfe, Streicher und Bläser brachen die Wolken auf und Sonnenstrahlen berührten eine naturbelassene Landschaft. Der Klang, wie ein Gemälde von Caspar David Friedrich.“
„Harmonisch war nicht nur die Musik, sondern auch das Zusammenspiel von Orchester, Solist und Dirigent. Das hat es für mich zu einer unglaublich berührenden Wanderung der Sinne gemacht.“
„Das Dirigat von Felix Mildenberger erinnert an „Alte Schule“. Präzise, elegant, feinsinnig und allein optisch von einer besonderen Ästhetik, was sich auf die Spielweise des Orchesters übertrug.“
„Im dritten Teil, den „Enigma Variationen“ von Edward Elgar verschmolzen Orchester und Dirigent förmlich. Da gab es Momente der leisen Töne, die nicht von dieser Welt schienen. Der Schlusssatz war einfach nur majestätisch. Das hätte bestimmt auch der Queen gefallen. Chapeau!“
„The programme featured late romantic music and the „very British“. The evening fulfilled a longing for harmony without being overpowering.
„The symphonic poem „Tintagel“ by Arnold Bax took us to the coast of Scotland. To Cornwell, to be precise. The music describes a historic castle complex that has defied sun, wind and weather for centuries. In dramatic arcs of tension, double basses, tuba and timpani conjured up a storm. Harp, strings and wind instruments broke the clouds and sunbeams touched a natural landscape. The sound, like a painting by Caspar David Friedrich.“
„Not only was the music harmonious, but also the interaction between the orchestra, soloist and conductor. That made it an incredibly moving journey of the senses for me.“
„Felix Mildenberger’s conducting is reminiscent of the „old school“. Precise, elegant, subtle and visually alone of a special aesthetic, which was transferred to the way the orchestra played.“
„In the third part, the „Enigma Variations“ by Edward Elgar, the orchestra and conductor literally merged. There were moments of quiet tones that seemed out of this world. The final movement was simply majestic. I’m sure the Queen would have loved it too. Chapeau!“
Autor:in: Stefan SchmidtFebruar, 2024
Slipped Disc
George Benjamin’s opera „Written on skin“
Felix Mildenberger at the Deutsche Oper Berlin
George Benjamin’s opera „Written on skin“
Slipped Disc
„Our roving critic Susan Hall has been to the German premiere of the George Benjamin opera, Written on Skin. Here’s her report: Written on Skin enjoyed its Berlin premiere at the Deutsche Oper. The George Benjamin/ Martin Crimp work is a hit. While no one leaves the opera house whistling the harmonic modulation, in fact they have been charmed by its rhythm, drama, colors and texture. Not all contemporary composers have the audience’s engagement in mind. Mozart did. Benjamin’s first and most important mentor, Olivier Messaaen, called Benjamin ‘Mozart.’ Benjamin talks about looking at the big picture. The work has strong structural underpinnings. Cumulative tension builds, an unbroken arc from the first note to the last. Benjamin observes an arrow cutting through fifteen scenes. Fresh sounds surprise the ear and reflect the continuing drama. Tension is maintained and new inventions introduced. The audience hear and feel effects without knowing exactly what they are. Yet the story of a love triangle is clear. Just not real or normal. The Protector (Mark Stone), owner and possessor of all he beholds, his illiterate and battered child/wife Agnes (Georgia Jarman) and The Boy (Aryeh Nussbaum Cohen), an illuminator hired by the Protector to create a book detailing the richness of his life. For Benjamin, first the ear hears, then the mind interprets and finally the eye sees. Felix Mildenberger conducts in Berlin. He brings out the opening ruckus, a dissonant melange of strings, brass and winds, letting them settle, as they often do in the work, into more conventional harmonics. The unusual contrabassoon grumbles along, threatening. A glass harmonica is decorative and adds to the rainbow of colors. Until he wrote Written on Skin, Benjamin had never created a work longer than an hour. Expanded time gave him the chance to bring back notes and figures when the listener has forgotten them. His play with the top C engages. The first top C is played softly by the orchestra. It is then the first note Agnes sings. Jarman has a glorious high C. At the end of Act II, she sings the top C again, in “Make him cry Blood.” The final word of the final Act is ‘mouth,’ sung on top C. We bid farewell to the top C in the epilogue. Listeners can take pleasure in the aha-C-recognitions.
For Benjamin the singing voice is paramount. The principal singers hold long, beautiful vowels. Jarman can warble like a Messiaen bird. The Boy gets Handelian decorations. The Protector is almost guttural in his masculinity. Yet Stone brings his softer side to this role and Agnes jumps off into the ugliness of pain when it grips her. The librettist Martin Crimp creates both narrative and personal dialogue. Two seemingly separate points of view are blended. Sometimes they twist around each other like Agnes twisting in her sheets with new found erotic feelings. The centrality of words is clear. Agnes insists The Boy reveal their affair to her husband. When The Boy resorts to words to tell their story, she wants to see their shapes: Love, mouth, hands. The overarching movement of music and drama is forward. This thrust Benjamin considers a crucial part of engaging an audience. Angels are a critical presence. Familiar figures in Berlin, they watch over the city. The angels on stage march quickly back and forth over a thousand years, keeping us in the eternal present of the millennium. Katie Mitchell directs, as she did the original. Her frequent collaborator, Vicki Moritmer, provides the set. Most of the action takes place in the angels’ work room and in the central room of The Protector’s house, furnished alternately by a dining table and large bed. Lighting by Jon Clark moves us from room to room by beaming light and then cutting it. Opera lovers are rushing to hear this grizzly tale of a jealous husband who cuts the heart out of his wife’s lover and makes her eat it. The hidden musical and dramatic art of composer and librettist holds us in its grip. Everyone wants to hear this work again.“
„Unsere rasende Kritikerin Susan Hall war bei der deutschen Erstaufführung von George Benjamins Oper Written on Skin. Hier ist ihr Bericht: Written on Skin erlebte seine Berliner Premiere an der Deutschen Oper. Das Werk von George Benjamin und Martin Crimp ist ein Hit. Niemand verlässt das Opernhaus und pfeift die harmonischen Modulationen, aber sie sind von dem Rhythmus, der Dramatik, den Farben und der Textur bezaubert. Nicht alle zeitgenössischen Komponisten haben das Engagement des Publikums im Sinn. Mozart schon. Benjamins erster und wichtigster Mentor, Olivier Messaaen, nannte Benjamin „Mozart“. Benjamin spricht davon, das große Ganze im Auge zu haben. Das Werk hat eine starke strukturelle Untermauerung. Eine kumulative Spannung baut sich auf, ein ununterbrochener Bogen von der ersten bis zur letzten Note. Benjamin beobachtet, wie ein Pfeil fünfzehn Szenen durchschneidet. Neue Klänge überraschen das Ohr und spiegeln das anhaltende Drama wider. Die Spannung wird aufrechterhalten und neue Erfindungen werden eingeführt. Das Publikum hört und spürt Effekte, ohne genau zu wissen, worum es sich dabei handelt. Doch die Geschichte einer Dreiecksbeziehung ist klar. Nur nicht real oder normal. Der Beschützer (Mark Stone), Eigentümer und Besitzer von allem, was er sieht, sein ungebildetes und misshandeltes Kind/Ehefrau Agnes (Georgia Jarman) und The Boy (Aryeh Nussbaum Cohen), ein Buchmaler, der vom Beschützer angeheuert wird, um ein Buch zu erstellen, das den Reichtum seines Lebens beschreibt. Für Benjamin hört zuerst das Ohr, dann interpretiert der Verstand und schließlich sieht das Auge. Felix Mildenberger dirigiert in Berlin. Er bringt den Eröffnungslärm, eine dissonante Melange aus Streichern, Blechbläsern und Bläsern, zum Klingen und lässt sie, wie so oft in diesem Werk, in konventionelle Harmonien übergehen. Das ungewöhnliche Kontrafagott brummt bedrohlich vor sich hin. Eine Glasharmonika ist dekorativ und ergänzt den Regenbogen der Farben. Bevor er Written on Skin schrieb, hatte Benjamin nie ein Werk geschaffen, das länger als eine Stunde dauerte. Die verlängerte Zeit gab ihm die Möglichkeit, Noten und Figuren wieder aufleben zu lassen, die der Hörer vergessen hat. Sein Spiel mit dem hohen C fesselt. Das erste hohe C wird vom Orchester sanft gespielt. Es ist dann der erste Ton, den Agnes singt. Jarman hat ein herrliches hohes C. Am Ende des zweiten Aktes singt sie das hohe C erneut, in „Make him cry Blood“. Das letzte Wort des letzten Aktes ist „Mund“, gesungen auf dem hohen C. Im Epilog nehmen wir Abschied vom hohen C. Die Zuhörer können sich an den Aha-C-Erkenntnissen erfreuen.
Für Benjamin ist die Gesangsstimme von größter Bedeutung. Die Hauptsänger haben lange, schöne Vokale. Jarman kann trällern wie ein Messiaen-Vogel. Der Knabe erhält Händelsche Verzierungen, der Beschützer ist in seiner Männlichkeit fast guttural. Doch Stone bringt seine weiche Seite in diese Rolle ein, und Agnes stürzt sich in die Hässlichkeit des Schmerzes, wenn er sie ergreift. Der Librettist Martin Crimp schafft sowohl erzählerische als auch persönliche Dialoge. Zwei scheinbar getrennte Sichtweisen werden miteinander vermischt. Manchmal drehen sie sich umeinander, wie Agnes, die sich mit neu entdeckten erotischen Gefühlen in ihren Laken windet. Die zentrale Bedeutung von Worten ist klar. Agnes besteht darauf, dass der Junge ihre Affäre ihrem Mann offenbart. Wenn The Boy auf Worte zurückgreift, um ihre Geschichte zu erzählen, will sie ihre Formen sehen: Liebe, Mund, Hände. Die übergreifende Bewegung von Musik und Drama ist vorwärts gerichtet. Diese Vorwärtsbewegung ist für Benjamin ein entscheidender Faktor, um das Publikum zu fesseln. Engel sind eine entscheidende Präsenz. Sie sind vertraute Figuren in Berlin und wachen über die Stadt. Die Engel auf der Bühne marschieren schnell über tausend Jahre hin und her und halten uns in der ewigen Gegenwart des Jahrtausends. Katie Mitchell führt Regie, wie schon beim Original. Ihre häufige Mitarbeiterin Vicki Moritmer sorgt für das Bühnenbild. Der Großteil der Handlung spielt sich im Arbeitsraum der Engel und im zentralen Raum des Hauses des Beschützers ab, der abwechselnd mit einem Esstisch und einem großen Bett ausgestattet ist. Die Beleuchtung von Jon Clark bewegt uns von Raum zu Raum, indem sie das Licht einstrahlt und dann ausblendet. Opernliebhaber eilen herbei, um diese grausame Geschichte eines eifersüchtigen Ehemanns zu hören, der dem Geliebten seiner Frau das Herz herausschneidet und sie es essen lässt. Die verborgene musikalische und dramatische Kunst von Komponist und Librettist hält uns in ihrem Bann. Jeder will dieses Werk noch einmal hören.“
Autor:in: Susan Hall
Februar, 2024
nova.rs
„An exceptionally successful event“
Felix Mildenberger and the Belgrade Philharmonic Orchestra
„An exceptionally successful event“
nova.rs
„Das Ticken der Uhr aus der Zukunft: Zorica Kojić über das Konzert der Belgrader Philharmonie
Der junge Maestro Felix Mildenberger könnte sich in den kommenden Jahren als eine große Bereicherung für die Belgrader Philharmoniker erweisen. Seine außerordentliche menschliche Freundlichkeit und kluge musikalische Neugier erhellten – im Verbund mit den scharfsinnigen Philharmonikern beim Konzert letzten Freitag – den Zuschauerraum im Großen Saal der Kolarac-Stiftung mit einem Licht, das wir schon lange nicht mehr erlebt hatten. Wir wurden Zeugen eines erstklassigen Dialogs (zwischen Dirigent und Orchester) und, wissen Sie was – der Klangetppich entfaltete sich unmittelbar vor unseren Augen, so wie der Faden der Ariadne, um uns sicher durch die Reize des Labyrinths zu führen.
Phantasmagorisches Jonglieren mit Tönen, ekstatische Rhythmen voller Hoffnung als mehr als freudige Wegweiser durch Epochen, Generationen und individuelle Lebensabschnitte, sowie viel Humor, der die Teile dieses strahlenden Ganzen wie ein Blutkreislauf verbindet – sie berauschten uns mit Sauerstoff von besonderer Qualität. Das war die Feuertaufe des Abends, nach der plötzlich alles möglich schien. Die wunderbare Geste der Belgrader Philharmonie, ihren Kompositionsauftrag aus dem Jahr 2005 wiederzubeleben und einen lokalen Komponisten ins Rampenlicht eines Ereignisses von besonderer kreativer Bedeutung zu rücken, zeugt von einem seltenen Bewusstsein für eine persönliche Mission in den dynamischen patriotischen Auseinandersetzungen des Alltags.
(…)
Nach der Rückkehr aus der Pause wurden wir erneut Zeugen einer brillianten musikalischen Erzählung. Es scheint, dass Maestro Felix Mildenberger (*1990) erst hier dem Publikum die Gesamtheit seiner Schätze raffinierter Fantasie offenbarte, voller lieblicher Finesse, dabei jedoch nie oberflächlich gefällig. Seine Kommunikation mit dem Orchester basierte nun noch stärker auf emotionaler Subtilität und der Anregung jener Ideen, die in jedem Musiker individuell verborgen sind. Wir hörten so hinreißende Soli der Konzertmeisterin Tijana Milošević in „Danse Macabre“ von Camille Saint-Saëns, einer ergreifenden Erhebung der Mystik des Todes zu einem kontemplativen Verständnis des Lebens in Gustav Mahlers bevorstehendem „Last Farewell“. Schon ein kleinster Blick der Augen des Maestros ergab ein magisches Detail auf dem Klangteppich.
Doch auch wenn die Titel dieser beiden Werke den Uneingeweihten vielleicht davor zurückschrecken lassen – das Ergebnis war tatsächlich ein sinnliches Zeugnis der Macht der ungezügelten Vorstellungskraft. Die schöpferische Begabung und Sensibilität des Geistes, der Einsatz aller im Orchester – Harfe, Flöte, Schlagzeug, der Erfindungsreichtum der Blechbläser, die mit Milligrammgewichten gezielt eingesetzten Streicher, um den Weltrekord in der Subtilität innerer Dialoge zu erreichen – alles zusammen verwandelte sich im zweiten Teil des Abends in ein bezauberndes Ganzes. Von funkelnden Spielvorschlägen an den Dirigenten und einer sofortigen Antwort, und das mit einer blitzartigen Freundlichkeit und einer mitreißenden Begeisterung für neue Lösungen, die sofort in die Tat umgesetzt wurden.
Tatsächlich war man sich im Laufe der Zeit nicht mehr bewusst, um welche Kompositionen es sich handelte, wessen sie waren oder wie sie hießen – ab einem bestimmten Punkt war es nur noch wichtig, den elektrischen Strom zwischen den Musikern und dem jungen Dirigenten nicht einmal mit dem eigenen Atem zu unterbrechen, – der Dirigent, der lächelnd mit dem Kopf nickt und mit seinem Stock einen spirituellen Kreis wesentlicher musikalischer Ideen zeichnet. Nichts war protzig oder prätentiös, sondern mit so viel Lebensfreude, dass es bei allen Anwesenden Spuren hinterlassen hat. So klingt die Zukunft.
Eine außerordentlich gelungene Veranstaltung.“
The Beats of the Future: Zorica Kojić on the Belgrade Philharmonic Concert
Young maestro Felix Mildenberger could prove to be a significant asset to the Belgrade Philharmonic in the years to come. His extreme human kindness and acute musical curiosity—combined with the sharpness of the „philharmonists“ at last Friday’s concert—lit up the audience in the Great Hall of the Kolarac Foundation with a radiance we haven’t seen in a long time. We were witnessing a conversation of a higher order, and, you know what? The tapestry of sounds was definitely unraveling before our eyes, akin to Ariadne’s thread, safely guiding us through the charms of the labyrinth.
It began, judging at least by the titles of the pieces on the program, optimistically, but it was supposed to end pessimistically. The original sequence of compositions undoubtedly spoke of refined editorial taste and readiness to embark on concert risk-taking without any fear. Such content of the evening definitely does not belong to the realm of musical confectionery. Rest assured, this is only about high sonic fashion.
In this regard, the orchestra’s lavish maneuvers already in the introductory part—The Ticks of a Long-Forgotten Clock by composer Ivan Brkljačić (b. 1977)—testified from the very start to the magically charged atmosphere on stage and in the audience, especially after that proclamation read by the musicians of the Belgrade Philharmonic at the beginning.
Phantasmagorical juggling of tones, ecstatic rhythms full of hope as more than joyful signposts of epochs, generations, and individual life stages, and much humor that, like bloodstream, connects the parts of this brightly smiling whole—intoxicated us with oxygen of special quality. This was a fiery baptism of the evening, after which everything suddenly seemed possible. The Belgrade Philharmonic’s wonderful gesture to revive its commission from 2005, bringing a domestic composer into the spotlight of an event of special creative significance, speaks of a rare awareness of personal mission in the dynamic patriotic clashes of everyday life.
The attractiveness of violinist Sergey Krilov (b. 1970) on stage is widely known. Today, he represents an artist of extremely receptive energy, with a seemingly antiquated aura, but of completely modern aesthetics and the athleticism of muscles and nerves. His dedicated performing intuition awakens exciting memories of the practices of legendary virtuosos; his sound is reliably warm but also contains a certain dose of unprogrammed rebelliousness—in short, here you hear a cocktail of perfect subtleties that easily captivate the attention of the aroused visitor.
Listening to Krilov interpret Paganini’s Violin Concerto No. 1, Op. 6 in D major, you cannot escape the impression that everything is fatally ablaze—almost expecting that at a certain note, at one of those endlessly high peaks of this fierce confrontation with the instrument, things will completely slip out of control and be consumed by fatal flames, both the violin and its player. But, Sergey Krilov wouldn’t be what he is if he didn’t master this authentic performance peril with strong reins of interpretative sagacity, which prevent him from slipping into the abyss. The result is the presence of all that diabolical and astonishing—what we expect from a live interpretation of Niccolò Paganini—but alongside that, we also get brilliantly lubricated machinery of common sense as a listener’s support.
Sergey Krilov is not calculated by a hair, of course. It’s just that his fervor in this piece never crosses the bounds of the abyss, and we feel safe and preserved from the ugly crash to the bottom of the abyss due to any inappropriate exaggeration. That’s why Krilov is a respectable artist with a heart, not a cheap showman.
Upon returning from the break, we were literally exposed to a lecture on music without remainder. It seems that it was only here that Maestro Felix Mildenberger (b. 1990) unfolded before the audience the entirety of his treasury of refined fantasy, full of lovely subtleties but not superficially pleasing. His communication with the orchestra now was even more deeply based on emotional sensitivity and the encouragement of ideas that are hidden in each musician individually. We heard such enchanting solos from concertmaster Tijana Milošević in Camille Saint-Saëns’s Danse Macabre, the emotionally stirring elevation of the mystique of death to contemplative understanding of life in Gustav Mahler’s Adagietto from his Symphony No. 5. Even a fleeting glance from the maestro immediately resulted in a magical detail on the loom of sound.
But, even if the titles of these two pieces might lead the uninitiated to be somewhat wary of them, the result was actually a sensory testimony to the powers of unbridled imagination. Creative gift and sensitivity of spirit, giving one’s all in the orchestra—the harp, the flute, the percussionists, the inventiveness of the wind sections, the strings directed with milligram-measured weights towards achieving a world record in the subtlety of inner dialogues—all together, during the second part of the evening, turned into a captivating beehive of sparkling player suggestions to the conductor and instant getting of answers, and that with a flash of kindness and exciting enthusiasm for new solutions, carried out on the spot.
In fact, as time went by, you were no longer aware of compositions, whose they were, or what their names were—from a certain moment, it became only important not to interrupt with your own breath that flowing whirlpool between each performer and their young conductor, who with a smile nods his head and with his baton draws a spiritual circle of essential musical ideas. Nothing was pretentious, but it left a mark on everyone present with so much life spirit. Truly the beats of the future.
An exceptionally successful event.
Autor:in: Zorica Kojić
Februar, 2024
Thüringische Landeszeitung
„Das Orchester zaubert berührende Klangwelten“
Felix Mildenberger und die Jenaer Philharmonie
„Das Orchester zaubert berührende Klangwelten“
Thüringische Landeszeitung
„Als feierliche Klangwelten unter Leitung des jungen Meisterdirigenten Felix Mildenberger durch den Volkshaussaal schwebten, ahnte man bereits, dass eine bewegende Programmfolge zu erleben sein wird.“
„Bravo für Solist, Dirigent und Orchester!“
„Riesenbeifall gab es für Felix Mildenberger und die Philharmoniker für mehr als nur Orchestermusik, ein Stück bewegende Zeitgeschichte war zu erleben.“
„As solemn worlds of sound floated through the Volkshaussaal under the direction of the young master conductor Felix Mildenberger, one could already sense that a moving programme was about to be experienced.“
„Bravo for soloist, conductor and orchestra!“
„There was huge applause for Felix Mildenberger and the Philharmoniker for more than just orchestral music, a piece of moving contemporary history was to be experienced.“
Oktober, 2023
Il Salice
Felix Mildenberger – musica dall’anima
Interview with Felix Mildenberger ahead of his concert with the Filarmonica TRT
Felix Mildenberger – musica dall’anima
Il Salice

Felix Mildenberger, Musik aus der Seele
Am Montag, dem 23. Oktober, fand im Teatro Regio in Turin das erste Konzert der Musiksaison „I Concerti 2023-2024“ der Filarmonica TRT statt, und zu den Kooperationen, die darauf abzielen, ein neues, junges Publikum anzusprechen, gehört auch die mit Valsalice.
Felix Mildenberger, Erster Gastdirigent der Filarmonica TRT, dirigiert das Orchester bei der Aufführung von „Appalachian Spring, Suite from the Ballet“ des amerikanischen Komponisten Aaron Copland und Gustav Mahlers „Symphonie Nr. 4 in G-Dur in vier Takten für Orchester und Sopransolo“, ein lebhafter, vielseitiger und eleganter junger Maestro, das Gesicht der klassischen Musik von morgen. Wir hatten die Gelegenheit, ihn zu interviewen und einige seiner Geheimnisse zu erfahren.
Warum haben Sie sich für dieses Repertoire entschieden?
Die Zusammenarbeit mit der Filarmonica TRT begann vor fünf Jahren, und von da an kam ich regelmäßig, etwa zweimal im Jahr. Der Grundgedanke war von Anfang an, so viele Facetten des Repertoires wie möglich in jedes Konzert einzubringen, einschließlich französischer, englischer und deutscher Werke. Wir stellten fest, dass Mahler noch fehlte, und ein wichtiger Anlass, seine Musik zu spielen; mit der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Filarmonica TRT war die Wahl daher naheliegend. Ich würde Mahlers Musik als den Höhepunkt der Orchestermusik bezeichnen, denn es gibt zwei Aspekte, die sie auszeichnen: Erstens ist er ein so bewegender und emotionaler Komponist, dass es ihm gelingt, auch ein Publikum zu erreichen, das es nicht gewohnt ist, klassische Musik zu hören. Es ist, als ob Mahler eine universelle Sprache gefunden hätte, die mit jedem, der ihm zuhört, kommunizieren kann; zweitens ist er aus der Sicht eines Dirigenten besonders interessant, da er selbst Dirigent war und eine außergewöhnliche Präzision in der Art und Weise hat, wie er Partituren schreibt. Wenn ich andere Komponisten studiere, fülle ich die Partituren oft mit Fragezeichen, bei Mahler passiert das nicht, es ist, als ob er alle Zweifel oder Zweideutigkeiten vorausgesehen hätte, so dass das Studium und Dirigieren bei ihm viel direkter und intuitiver ist.
Welche grundlegenden Qualitäten sollte ein Dirigent haben?
Es gibt zwei grundlegende Aspekte dieser Art von Arbeit: der erste ist sehr theoretisch und erfordert nicht nur eine lange einsame Vorbereitung zu Hause, sondern auch eine gewisse Sensibilität des Gehörs, eine Analyse und technische Kenntnis des aufzuführenden Stücks und der Musik selbst; der zweite hingegen, der bei der Arbeit vor und mit dem Orchester wichtig ist, ist ein eher psychologischer und menschlicher Aspekt. Denn wie gut die Musiker auch vorbereitet sein mögen und wie gut ich auch vorbereitet bin, ich muss ihnen meine Ideen nahe bringen und sie überzeugen. Zu sagen „Ihr müsst das so machen. Es muss so gespielt werden‘, reicht nicht aus, man muss eine Verbindung schaffen. Wie bringt man eine Gruppe von sechzig, achtzig oder gar hundert Leuten dazu, einer einzigen Idee zu folgen? Indem man sie inspiriert, und das tut man, indem man Geschichten erzählt, Bilder kreiert und ihnen eine Vorstellung von dem Sound vermittelt, den man haben möchte, weshalb Kommunikation so wichtig ist.
Welchen Weg sollte man einschlagen, um eine Karriere in diesem Bereich zu verfolgen?
Mein Rat ist, von klein auf Opernaufführungen und Konzerte zu besuchen, damit der Zugang zur Musik nicht künstlich ist, sondern echt und Teil der eigenen DNA. Je früher man anfängt, sie zu hören und sich an sie zu gewöhnen, desto besser wird man die Stücke verstehen, wenn man sie später selbst aufführt; andererseits ergibt das Dirigieren eines Orchesters selbst erst ab einem bestimmten Alter Sinn. Man muss bedenken, dass man sich als Anführer einer Gruppe präsentiert, die teilweise aus Leuten besteht, die älter und erfahrerer sind als man selbst.
Gibt es Persönlichkeiten in Ihrem Leben oder Künstler, die Sie besonders inspiriert haben?
Es gibt viele Menschen, die mich inspiriert haben. Die ersten, die zu einer eher privaten Sphäre meines Lebens gehören, sind sicherlich meine ersten Meister, die Klavier- und Dirigiermeister; dann gibt es einige bekannte Persönlichkeiten wie Paavo Järvi, der heute Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters Zürich ist. Ich habe bei ihm im Rahmen seiner Meisterkurse studiert, und er hat mir viel beigebracht, vor allem in der Art und Weise, wie er diesen Beruf lebt, d.h. dass er erkannt hat, dass die Musiker heute technisch immer versierter sind und der Dirigent nicht mehr so sehr eine Figur ist, die befiehlt, wie es vor Jahrzehnten der Fall war, sondern eine, die inspiriert. Darin hat er mich sehr inspiriert, auch in seinem Humor und in den Gesten, mit denen er dirigierte.
Glauben Sie, dass Musik wieder als Schulfach eingeführt werden sollte?
Auf jeden Fall! Ich finde es schrecklich, dass Musik nach und nach aus dem Lehrplan gestrichen wird. Ich sage das nicht, weil ich Musiker bin oder weil ich denke, dass jeder das lieben sollte, was ich liebe, das Interesse ist eindeutig ein persönlicher Faktor, aber wenn man bedenkt, dass unser Gehirn aus zwei Hemisphären besteht, einer kreativen und einer analytischen, dann muss es ein Gleichgewicht zwischen ihnen geben, ein Gleichgewicht, das meiner Meinung nach in einer Zeit wie der heutigen nicht mehr gegeben ist, in der hauptsächlich Fächer wie Chemie, Physik, Mathematik und Wirtschaft studiert werden, die absolut grundlegend sind, aber alle die gleiche Art des Denkens erfordern. Das Studium der Musik verändert den Menschen tiefgreifend: Ich weiß, dass das ein wichtiger Satz ist, aber ich meine es wirklich so, und wenn das bei jemandem auch nur einen Funken auslöst und ihn dazu bringt, in ein Orchester einzutreten, dann setzt das bestimmte Fähigkeiten frei, die oft übersehen werden. Das sind Fähigkeiten, die vielleicht dadurch entstehen, dass man mit einem Kollegen den gleichen Notenständer teilt, dass man den Anweisungen des Dirigenten folgt, dass man die Pausen in der Partitur respektiert oder dass man die Instrumente der anderen hört und analysiert.
Felix Mildenberger, music from the soul
On Monday, 23 October, the first appointment of the musical season ‚I Concerti 2023-2024‘ of the Filarmonica TRT was held at the Teatro Regio in Turin, and among the collaborations aimed at involving new young audiences was the one with Valsalice.
Conducting the orchestra in the performance of American composer Aaron Copland’s ‚Appalachian Spring, Suite from the Ballet‘ and Gustav Mahler’s ‚Symphony No. 4 in G Major Mouvements for Orchestra and Soprano Solo‘ is Felix Mildenberger, Principal Guest Conductor of the Filarmonica TRT, a lively, versatile and elegant young maestro, the face of tomorrow’s classical music. We had the opportunity to interview him and learn some of his secrets.
What is the reason for choosing this repertoire?
The collaboration with the Filarmonica TRT began five years ago and from there I started coming regularly, about twice a year. From the beginning, the main idea was to bring as many facets of repertoire as possible, including French, English and German, to each concert. We realised that we still lacked Mahler and an important occasion on which to play him; with the 20th anniversary celebration of the Filarmonica TRT, the choice was therefore immediate. I would define Mahler’s music as the pinnacle of orchestral music, there are these two aspects that distinguish it: the first is that he is such a moving and emotional composer that he manages to reach even audiences who are not used to listening to classical music. It is as if Mahler had found a universal language that can communicate with anyone who listens to him; the second is that from the point of view of a conductor he is particularly interesting, having been a conductor himself he has an extraordinary precision in the way he writes scores. When I study other composers I often fill the scores with question marks, with Mahler’s this does not happen, it is as if he foresaw any doubts or ambiguities, so studying and conducting him is much more direct and intuitive.
What are the fundamental qualities a conductor should have?
There are two fundamental aspects of this type of work: the first is very theoretical, requiring not only a long solitary preparation at home but also a certain sensitivity of the ear, an analysis and technical knowledge of the piece to be performed and of the music itself; the second, on the other hand, which is important in the work in front of and with the orchestra, is a more psychological and human aspect. In fact, however prepared the musicians may be and however prepared I may be, I need to bring my ideas to them and convince them. Simply saying ‚You have to do it like this. You have to play it like this‘ is not enough, you have to create a bond. How do you get a group of sixty, eighty or even a hundred people to follow a single idea? By inspiring them, and you do that by telling stories, creating images and giving them an idea of the sound you want to have, which is why good communication is crucial.
What kind of path should one follow to pursue a career in this field?
My advice is to start attending opera performances and concerts as you grow up, so that your approach to music is not artificial, but genuine and part of your DNA. The earlier one starts listening to it and getting used to it, the better one will be able to understand the pieces once one has the chance to perform them; on the other hand, conducting the orchestra itself does not really make sense before a certain age. You have to consider that you are presenting yourself as a ‚guide‘ to a group normally made up of people who are older and more experienced than yourself, so knowing how to conduct musicians with years of experience more than you is fundamental.
Have there been any figures in your life or artists who have particularly inspired you?
There are many people who have inspired me. The first ones, who belong to a more private sphere of my life, are definitely my first teachers, the piano and conducting teachers and mentors; then there are a couple of well-known ones like Paavo Järvi, who is now the principal conductor of the Zurich Tonhalle orchestra. I studied with him during his masterclasses and he taught me a lot, especially in the way he lives this profession, i.e. realising that musicians are nowadays more and more technically proficient and the conductor is no longer so much a figure who commands, as he was decades ago, but one who inspires. In this he inspired me a lot, both in his humour and in the very gestures with which he conducted.
Do you think music should be reintroduced as a school subject?
Absolutely, I am terrified that they are gradually removing it from the school curriculum. Clearly it has to be done well to make sense, music education has to have value and I’m not saying this because I’m a musician or because I think everyone should love what I love, interest is clearly a personal factor, but given that our brain is said to be made up of two hemispheres, one creative and the other analytical, there has to be balance between them, a balance that I notice is no longer there at a time like the present when subjects like chemistry, physics, mathematics and economics are mainly studied, which are absolutely fundamental but all require the same way of thinking. Studying music changes you profoundly as a human being: I know that’s an important sentence to say, but I really mean it, and if this can even set off a spark in someone and lead them to join an orchestra, it unlocks certain capacities that are often overlooked. These are abilities that can arise perhaps from sharing the same music stand with a colleague, from following a conductor’s instructions, from respecting the pause bars of one’s score or from listening to and analysing each other’s instruments.
Autor:in: Serena Xu
Oktober, 2023
Darmstädter Echo
„Ewig flirrt der Naturton“
Felix Mildenberger und die Deutsche Philharmonie Merck in Darmstadt
„Ewig flirrt der Naturton“
Darmstädter Echo
„Ein magisches Konzert besitze immer dann „etwas Geheimnisvolles, Unerklärliches, wenn alle gemeinsam atmen, den gleichen musikalischen Schwerpunkt empfinden, die gleiche Schwingung“. Das hat der junge Dirigent Felix Mildenberger einmal gesagt, der jetzt im Staatstheater Darmstadt von sich hören ließ. Er, der bereits bei Simon Rattle und Paavo Järvi assistierte und viele große Orchester dirigierte, ist kein Exzentriker am Pult. Er agiert einfühlsam-geschmeidig, holt mit den Armen weit aus, um in Kreisbewegungen die Streicher mitzunehmen, wenn sie ein sich wiederholendes Motiv spannungsreich an- und abschwellend lassen, zugleich setzt er mit dem Taktstock feine Akzente Richtung Bläser. Es gibt Flötentöne und Vogelzwitschern – insgesamt ein eigentümlich-unheimliches Klangbild. Und doch fügt sich alles zu einem orchestralen Ganzen. Dies ist nur ein spannender Moment in Gustav Mahlers erster Sinfonie, die der Komponist als junger Mann nach Jean Pauls vierbändigem Werk „Titan“ benannte.“
„Die Deutsche Philharmonie spielt im großen Saal des Staatstheaters dieses vielschichtige Werk zwischen Freude und Merck Schmerz, Lebendigkeit und Todessehnsucht so facettenreich und sprunghaft, wie es gemeint war. Die fließend-melodischen Motive aus Mahlers eigenem Zyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen“ kommen zu ihrem Recht wie auch das bekannteste in der Sinfonie verarbeitete Thema, „Bruder Jakob“.
„Für den Abend gibt es lange anhaltenden Applaus.“
„A magical concert always has „something mysterious, inexplicable, when everyone breathes together, feels the same musical centre of gravity, the same vibration“. This was once said by the young conductor Felix Mildenberger, who has now made a name for himself at the Staatstheater Darmstadt. He, who has already assisted Simon Rattle and Paavo Järvi and conducted many large orchestras, is no eccentric on the podium. He acts sensitively and smoothly, reaching out with his arms to take the strings with him in circular movements when they let a repeated motif swell and ebb with tension, while at the same time he uses the baton to set subtle accents towards the winds. There are flute notes and birdsong – all in all a peculiarly eerie sound. And yet everything comes together to form an orchestral whole. This is just one exciting moment in Gustav Mahler’s first symphony, which the composer named after Jean Paul’s four-volume work „Titan“ when he was a young man.“
„The Deutsche Philharmonie performs this multi-layered work between joy and Merck pain, liveliness and longing for death in the large hall of the Staatstheater as multifaceted and erratic as it was intended. The flowing, melodic motifs from Mahler’s own cycle „Lieder eines fahrenden Gesellen“ come into their own, as does the most famous theme in the symphony, „Bruder Jakob“.
„The evening was greeted with long applause.“
Autor:in: Bettina BergstedtJuni, 2023
bachtrack.com
„El valor de la juventud“
Felix Mildenberger dirigiert das Orquesta Sinfónica de Tenerife
„El valor de la juventud“
bachtrack.com
„Mildenberger und das Orchester arbeiteten hervorragend zusammen, wobei sie den melodischen und koloristischen Aspekten große Aufmerksamkeit schenkten, und der Dirigent erreichte einen ganz eigenen Orchesterklang, der sich bereits in seiner persönlichen Version des bekannten ersten Teils zeigte.
Antonín Dvořáks Symphonie Nr. 6 in D-Dur gehört nicht zu den bekanntesten Werken des Komponisten, und angesichts dessen, was wir an diesem Abend hörten, ist es schwer zu verstehen, warum das so ist, denn sie ist großartig: schöne Themen, große rhythmische Energie, mit einem eigenartigen Gebrauch von Synkopen und Hemiolen, und eine brillante Orchestrierung. Mildenberger sorgte mit einer ausgefeilten Technik und klaren Ideen dafür, dass das Interesse nie nachließ, und zwar durch einen sorgfältigen, transparenten Klang, überzeugende Phrasierung und beispielhafte Planung. Alle Sätze funktionierten sehr gut, beginnend mit dem ersten (Allegro non tanto), der voller interessanter Ideen ist, und dem zweiten (Adagio), der in einem fließenden Tempo, aber mit exquisiter Aufmerksamkeit für Details gespielt wird. Das dritte (Scherzo: ‚Furiant: Presto‘) war in jeder Hinsicht großartig, und das letzte (Finale: Allegro con spirito) war kontrolliert, gut gesungen und brillant.
Ein gelungener Abend, der die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Sinfónica de Tenerife, der Fundación Jesús Serra und dem Wettbewerb Maria Canals bestätigte, bei dem zwei hervorragende junge Künstler und ein gut aufgelegtes Orchester ein großes Publikum begeisterten.“
„Mildenberger and the orchestra were excellent collaborators, taking great care with the melodic and colouristic aspects, and the conductor achieved an orchestral sound all his own, already shown in his personal version of the well-known opening section.“
„Antonín Dvořák’s Symphony No. 6 in D major is not one of the composer’s best-known works, and in the light of what we heard on this evening, it is hard to understand why, for it is magnificent: beautiful themes, great rhythmic energy, with a peculiar use of syncopations and hemiolas, and brilliant orchestration. Mildenberger, with a refined technique and clarity of ideas throughout, ensured that interest never waned, through careful, transparent sound, convincing phrasing and exemplary planning. All the movements worked very well, beginning with a first (Allegro non tanto), full of interesting ideas, and a second (Adagio) played at a fluid tempo, but with exquisite attention to detail. The third (Scherzo: ‚Furiant: Presto‘) was splendid by any standards; and the last (Finale: Allegro con spirito) was controlled, well sung and brilliant.
A satisfying evening, confirming the successful collaboration between the Sinfónica de Tenerife, the Fundación Jesús Serra and the Maria Canals Competition, in which two fine young artists, and an orchestra in good form, delighted a large audience.
Januar, 2023
FAZ – Frankfurter Allgemeine
„Italienische Inspiration“
Felix Mildenberger dirigiert das hr-Sinfonieorchester
„Italienische Inspiration“
FAZ - Frankfurter Allgemeine

„Rossinis Ouvertüre zur Oper „Der Barbier von Sevilla“ ist ein passendes Initial gewesen für das italienisch inspirierte und klug zusammengestellte Programm des hr-Sinfonieorchesters beim traditionellen Neujahrskonzert im Wiesbadener Kurhaus.“
„Unter der Leichtigkeit und Italianità war der doppelte Boden sofort zu spüren: Es klang so, als könne in Rossinis Ouvertüre zur Oper „Der Barbier von Sevilla“ jederzeit etwas Unerwartetes passieren. Auf diese Weise setzte Felix Mildenberger, der als Erster Gastdirigent der Filarmonica Teatro Regio di Torino italienerfahren ist, als Leiter des traditionellen Neujahrskonzerts mit dem hr-Sinfonieorchester in der Reihe der Meisterkonzerte Wiesbaden im voll besetzten Kurhaus gleich ein passendes Initial mit viel Wirkung: Er steuerte die Tempi geschickt und hatte für die packende Stretta am Ende noch enorme Steigerungsmöglichkeiten. Das Thema Italien zog sich dann wie ein roter Faden durch das Programm.“
„Auf einen interessanten Gedanken führte die Orchestersuite aus dem Ballett „Les Biches“ von Francis Poulenc im Programm-Kontext: dass nämlich der französische Neoklassizismus in dieser Art der Musik Rossinis und Offenbachs geistesverwandt ist. Augenzwinkernd, geistreich unterhaltend, im Ausdruck einfach und ohne Schwulst vermittelte sich das im ebenso konzipierten Programm schwungvoll. Die von Poulenc buntscheckig gehaltene Orchestrierung nach Art einer populär aufspielenden Kapelle war samt den frech schnatternden Trompeten bestens getroffen.“
„Mendelssohns Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90, die während seiner Italienreise entstandene „Italienische“, bebte im ersten Satz geradezu: wie vor Neugier und Vorfreude auf das Land der Sehnsucht. Alles bekam eine satzübergreifende Dramaturgie, wobei ganz klar wurde, dass das im Grunde urdeutsche Musik ist, in der Tradition von Bach bis Beethoven stehend, in Form und Inhalt handwerklich perfekt gemacht. Die entlegene Zugabe stammte von dem Schweden Hugo Alfvén: der „Tanz des Hirtenmädchens“ aus dem Ballett „Der Bergkönig“.“
„Rossini’s overture to the opera „The Barber of Seville“ was a fitting initial for the Italian-inspired and cleverly put together programme of the hr Symphony Orchestra at the traditional New Year’s concert in Wiesbaden’s Kurhaus.“
„Beneath the lightness and Italianità, the double bottom was immediately noticeable: it sounded as if something unexpected could happen at any time in Rossini’s overture to the opera „The Barber of Seville“. In this way, Felix Mildenberger, who is experienced in Italy as Principal Guest Conductor of the Filarmonica Teatro Regio di Torino, created a fitting opening with great effect as conductor of the traditional New Year’s concert with the hr Symphony Orchestra in the series of Wiesbaden Master Concerts in the packed Kurhaus: he skilfully controlled the tempi and still had enormous scope to increase the tempo for the gripping stretta at the end. The theme of Italy then ran like a red thread through the programme.“
„The orchestral suite from the ballet „Les Biches“ by Francis Poulenc led to an interesting thought in the context of the programme: namely that French neoclassicism is in this way akin to the music of Rossini and Offenbach. With a twinkle in the eye, witty and entertaining, simple in expression and without bombast, this was conveyed with verve in the similarly conceived programme. Poulenc’s colourful orchestration in the style of a popular orchestra was perfectly suited, including the cheekily chattering trumpets.“
„Mendelssohn’s Symphony No. 4 in A major op. 90, the „Italian“, composed during his trip to Italy, virtually trembled in the first movement: as if with curiosity and anticipation of the land of longing. Everything took on a dramaturgy across the movements, whereby it became quite clear that this is basically original German music, in the tradition of Bach to Beethoven, perfectly crafted in form and content. The remote encore was by the Swede Hugo Alfvén: the „Dance of the Shepherd Girl“ from the ballet „The Mountain King“.“
Autor:in: Guido HolzeJanuar, 2023
hr2-Kultur
Neujahrskonzert 2023 in Wiesbaden mit dem hr-Sinfonieorchester
In einem Interview mit hr2-kultur erzählt er, wie er schon mit 17 Jahren seine Leidenschaft für das Dirigieren entdeckte und welches Programm er beim Neujahrskonzert präsentieren wird.
Neujahrskonzert 2023 in Wiesbaden mit dem hr-Sinfonieorchester
hr2-Kultur

Traditionell begrüßt das hr-Sinfonieorchester das neue Jahr mit einem besonderen Konzert. Im Kurhaus Wiesbaden erklingt heute Nachmittag Musik von Gioachino Rossini, Jacques Offenbach, Francis Poulenc und Felix Mendelssohn Bartholdy. Solistin ist die Cellistin Raphaela Gromes – und am Pult steht Felix Mildenberger. Ein – mit Anfang 30 noch junger Dirigent – hat er schon einige Preise gewonnen und mit namhaften Orchestern zusammengearbeitet. Wie es kam, dass er schon mit 17 Jahren wusste, dass er Dirigent werden will und was er für ein Programm beim Neujahrskonzert des hr-Sinfonieorchesters präsentiert, darüber erzählt Felix Mildenberger in hr2-kultur.
Autor:in: Ria RaphaelMärz, 2022
Pizzicato – Remy Franck’s Journal
Dirigent Felix Mildenberger: „Vertrauen muss man sich verdienen“
Felix Mildenberger begann seine musikalische Ausbildung in Violine, Viola und Klavier. Er studierte Orchesterleitung in Freiburg, Wien und am Aspen Music Festival. Mildenberger ist bereits mit vielen Orchestern national und international tätig und wird ab 2022 Erster Gastdirigent der Filarmonica Teatro Regio di Torino sein. Alain Steffen interviewte ihn.
Dirigent Felix Mildenberger: „Vertrauen muss man sich verdienen“
Pizzicato - Remy Franck's Journal

Der heute 32-jährige Felix Mildenberger begann seine musikalische Ausbildung in den Fächern Violine, Viola und Klavier und studierte Orchesterleitung in Freiburg und Wien sowie beim Aspen Music Festival. Von 2015 bis 2017 lehrte er als Dozent für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik Freiburg und leitete während der Mozartwoche 2020 einen Meisterkurs für junge Dirigenten an der Universität Mozarteum Salzburg. Schon jetzt arbeitet Mildenberger mit vielen Orchestern auf nationaler und internationaler Ebene. Felix Mildenberger ist Erster Gastdirigent der Filarmonica Teatro Regio di Torino und führt damit ab 2022 seine bereits regelmäßige Arbeit mit dem Orchester fort. Alain Steffen hat sich mit dem Dirigenten unterhalten.
Autor:in: Alain SteffenJuli, 2021
L’Ape musicale
„Enigmi e ricordi“
Felix Mildenberger and the Filarmonica Teatro Regio di Torino
„Enigmi e ricordi“
L'Ape musicale
„Auf dem Podium sticht Mildenbergers anschauliches Dirigat hervor, begeistert und begeisternd zugleich, zum einen durch seine lebendige musikalische Vielsprachigkeit, seine stilsichere Präzision und die Fähigkeit, jede musikalische Referenz an ihren Platz zu rücken, ohne dass die eine die andere überlagert; zum anderen aber auch durch seine erstklassige Dirigiertechnik, die in einem Werk voller Wendungen eine hervorragende Stabilität des Ensembles gewährleistet.“ [F. Poulenc: Suite „Les biches“]
„Man muss dem sehr jungen deutschen Dirigenten eine feinfühlige und raffinierte Interpretation bescheinigen, selbst in den Passagen mit hohem sentimentalen Gehalt, weit entfernt von Affektiertheit und Schmeichelei, stets in der Lage, Momente bewegender Dramatik mit Momenten unbeschwerter Gemütlichkeit abzuwechseln. [E. Elgar: Enigma Variations]
„Felix Mildenberger bietet eine Lesart der berühmten symphonischen Dichtung Die Moldau, die auf dem Bogen eines klangvollen und emotionalen Crescendos aufgebaut ist, (…) auf einer klar differenzierten Phrasierung (…) und akribischen Arbeit an Farben und Dynamik, die durch die Präzision und Klangfülle der Filarmonica TRT höchst mitreißend ist.“
„Viel Applaus und sehr verdiente Standing Ovations.“
„On the podium, Mildenberger’s vivid conducting stands out, inspired and inspiring at the same time, on the one hand through his lively musical multilingualism, his stylistic precision and the ability to put each musical reference in its place without one overshadowing the other; on the other hand, however, also through his first-class conducting technique, which ensures excellent stability of the ensemble in a work full of twists and turns.“ [F. Poulenc: Suite „Les biches“]
„The young German conductor must be credited with a sensitive and refined interpretation, even in the passages with high sentimental content, far removed from affectation and flattery, always able to alternate moments of moving drama with moments of light-hearted cosiness.“ [E. Elgar: Enigma, „Les biches“]. [E. Elgar: Enigma Variations]
„Felix Mildenberger offers a reading of the famous symphonic poem Die Moldau that is built on the arc of a sonorous and emotional crescendo, (…) on clearly differentiated phrasing (…) and meticulous work on colours and dynamics, which is highly captivating thanks to the precision and sonority of the Filarmonica TRT.“
„Much applause and well-deserved standing ovations.“
Autor:in: Antonino TrottaSeptember, 2020
Neckar-Chronik
„Stehender Applaus für einen wunderbaren Konzertabend“
Felix Mildenberger debütiert bei den Stuttgarter Philharmonikern
„Stehender Applaus für einen wunderbaren Konzertabend“
Neckar-Chronik
„Felix Mildenberger hatte seinen Einstand bei den Stuttgarter Philharmonikern und gab eine glänzende Visitenkarte seines Könnens ab.“
„Es war schon erstaunlich, welch satte und großartige Klangwirkung die Musiker unter ihrem überaus engagierten Dirigenten entwickelten. Das Publikum dankte mit minutenlangem, begeistertem Applaus.“
„Felix Mildenberger dirigierte das Werk auswendig, souverän und mit viel Ausstrahlung. So konnte er nicht nur seine Musiker mitreißen und zu einer großartigen Leistung motivieren, sondern auch das Publikum begeistern, das bereits hier schon spontanen Beifall gab.“
„Der junge Felix Mildenberger stand vor dem Orchester, als hätte er von Kindheit an nie etwas anderes getan. In jeder seiner Gesten schien das Ergebnis einer entschlossenen Gewissenhaftigkeit zu liegen. Zudem beeindruckte sein souveränes Auftreten. Die Musiker bedankten sich bei bei ihrem Dirigenten mit sichtlicher Spielfreude und einer begeisternden Interpretation (…). Das Publikum reagierte impulsiv, minutenlanger stehender Applaus war der Lohn für einen wunderbaren Konzertabend.“
„Felix Mildenberger made his debut with the Stuttgart Philharmonic and gave a brilliant showcase of his skills.“
„It was astonishing what a rich and magnificent sound effect the musicians developed under their extremely committed conductor. The audience thanked him with minutes of enthusiastic applause.“
„Felix Mildenberger conducted the work from memory, confidently and with great charisma. He was not only able to inspire his musicians and motivate them to give a great performance, but also the audience, who already gave spontaneous applause.“
„The young Felix Mildenberger stood in front of the orchestra as if he had never done anything else since childhood. Every gesture he made seemed to be the result of a determined conscientiousness. His confident demeanour was also impressive. The musicians thanked their conductor with visible enthusiasm and an inspiring interpretation (…). The audience responded impulsively, and minutes of standing applause were the reward for a wonderful concert evening.“
Autor:in: Petra Haubold
September, 2020
Schwarzwälder Bote
„Tonfolgen von unglaublicher Zartheit“
Felix Mildenberger mit den Stuttgarter Philharmonikern
„Tonfolgen von unglaublicher Zartheit“
Schwarzwälder Bote
„Sein hohes Können bewies der junge Dirigent in diesem Konzert eindrucksvoll. Zudem
bewies er eindrücklich, dass sich Jugend und Ernsthaftigkeit im Umgang mit klassischer
Musik sowie mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl beim Führen eines so renommierten
Orchesters keinesfalls ausschließen.“
„Unter dem Dirigat des weltweit hochgelobten Mildenberger präsentierten die [Stuttgarter] Philharmoniker ein glänzend einstudiertes und ausgezeichnet interpretiertes hochrangiges Programm und bescherten ihrem erwartungsfrohen Publikum damit einen musikalischen Hochgenuss.“
„Bereits von Anfang an gefiel das Orchester durch seinen absolut harmonischen und einheitlichen Klangkörper, durch Tonfolgen von unglaublicher Zartheit, durch schnelle und zugleich mühelos und leicht wirkende Passagen. Vom ersten Satz an deutlich wurde vor allem aber auch die meisterliche
Interpretation des jungen Dirigenten Mildenberger. Denn was Dynamik, Tempo und
Melodiebögen anbelangt, gelang Mildenberger von Anfang an das Kunststück, die
Musikstücke im Sinne des Komponisten zu interpretieren. Auch gelang es ihm, durch die
langen Phrasierungsbögen die Spannung durchgehend bis zum Konzertende
aufrechtzuerhalten, im wohltuenden Gegensatz zu der sonst bei vielen jungen Dirigenten zu
beklagenden „Hauptsache anders, denn bei mir muss irgendwas Besonderes dabei
rauskommen“-Haltung.“
„The young conductor impressively demonstrated his high level of ability in this concert. He also impressively demonstrated that youth and seriousness in dealing with classical music and the necessary sensitivity when leading such a renowned orchestra are by no means mutually exclusive.“
„Under the baton of the internationally acclaimed Mildenberger, the [Stuttgart] Philharmonic Orchestra presented a brilliantly rehearsed and excellently interpreted high-ranking programme, providing its expectant audience with a musical treat.“
„From the very beginning, the orchestra impressed with its absolutely harmonious and unified sound, with tone sequences of incredible delicacy, with fast and at the same time effortless and light passages. From the very first movement, however, the masterful interpretation of the young conductor Mildenberger was particularly evident. In terms of dynamics, tempo and melodic arcs, Mildenberger succeeded right from the start in interpreting the music in the spirit of the composer.
He also managed to maintain the tension right through to the end of the concert thanks to the long phrasing arcs, in pleasant contrast to the „the main thing is to be different, because I have to come up with something special“ attitude that many young conductors otherwise deplore.“
Autor:in: Waltraud Günther
März, 2020
Bachtrack / bachtrack.com
„A performance full of energy and drive“
„Mildenberger shaped a performance that was full of energy and drive, stormy and turbulent where necessary as in the first movement, relaxed and good-humoured at other times as in the third. Changes in dynamics and tempo contributed to an exciting account. (…) The grand melody in the finale brought us to an exciting conclusion of a fine concert.“ [J. Brahms: Sinfonie Nr. 1, c-Moll]
„A performance full of energy and drive“
Bachtrack / bachtrack.com
„Mildenberger shaped a performance that was full of energy and drive, stormy and turbulent where necessary as in the first movement, relaxed and good-humoured at other times as in the third. Changes in dynamics and tempo contributed to an exciting account. (…) The grand melody in the finale brought us to an exciting conclusion of a fine concert.“ [J. Brahms: Sinfonie Nr. 1, c-Moll]
„Remarkably, the orchestra and conductor Felix Mildenberger gave such a fluent, nuanced performance that one would have imagined that it was a core piece of their repertoire.“ [Ana Sokolova: Concerto for orchestra]
„Meanwhile Mildenberger kept a light touch in the orchestra, providing a restrained support to the soloists. The humour of the concerto was evident throughout (…) to bring a smile to the faces of audience and orchestra alike.“ [C. Stamitz: Concerto for Clarinet, Bassoon and Orchestra]
Autor:in: Peter Connors, „Belgrade boys star in an unusual Carl Stamitz concerto“, in: bachtrack, 08.03.20
September, 2018
Ongaku-no Tomo
Debut in Japan
Felix Mildenberger stepping in on short notice with the Kansai Philharmonic Orchestra in Osaka
Debut in Japan
Ongaku-no Tomo
„Das flüsternd weiche Spiel der Streicher und Bläser stürmte bald zu dynamischem Klang. In der „Nacht auf dem kahlen Berge“ führte Mildenberger das Orchester auf wahrhaft dramatische Weise. Gekonnt stellte er durch schnelle Wechsel zwischen Forte und Piano die Unheimlichkeit und Komik des Zusammentreffens böser Geister von Bergen und Flüssen dar.“
„Dramatisch war auch „Bilder einer Ausstellung“ in der zweiten Hälfte. Mildenberger stellte die russischen Gemeinden hinter den Bildern von Hartmann dar und brachte dies mit seinen Bewegungen zum Ausdruck. Statt schillernder Farben und öliger Leinwände präsentierte er Tafeln in kalten Farben, durch die von Zeit zu Zeit ein kühler Wind wehte. In „Bydlo“, der Szene, in der ein Ochsenkarren wegrollt, während er gepeitscht wird, in „Samuel Goldenberg und Schmuyle“, die ihre Wut begraben, und im abschließenden „Großen Tor von Kiew“, das eher wie ein Zeuge der Geschichte klang, der sich von einem Trauerzug verabschiedet, als wie ein großes Stadttor – in dem allgemein dynamischen Klang schwebte ein Gefühl tiefer Trauer. Die eingefügten Promenaden waren angemessen und verbanden die Geschichten wirkungsvoll. Ich freue mich auf die Zukunft dieses jungen Dirigenten.“
„The whisperingly soft playing of orderly strings and winds soon stormed into dynamic sound. Mildenberger led the orchestra in a truly dramatic way in “Night on the Bare Mountain.” He skillfully represented the eeriness and humorousness of the meeting of evil spirits of mountains and rivers through quick changes between forte and piano.
„“Pictures at an Exhibition” in the second half was also dramatic. Mildenberger depicted the Russian communities behind the pictures of Hartmann, bringing this out with his movements. He presented tablets in cold colors in which a chilly wind blew through from time to time, instead of dazzling colors and oily canvases. In “Bydlo,”the scene of an oxcart rolling away as it is being whipped; “Samuel Goldenberg and Schmuyle” burying their anger; and the final “Great Gate of Kiev,” which sounded like a witness of history seeing off a funeral procession rather than a grand city gate—within the generally dynamic sound, a feeling of deep sorrow floated. The inserted promenades were appropriate and linked the stories effectively. I look forward to the future of this young conductor.“
Autor:in: Kunio ShimadaFelix Mildenberger zeigte als Dirigent ein wunderbares Feingefühl und eine reiche Empfindsamkeit im Umgang mit seinem Orchester und überzeugte mit einer grandiosen Aufführung.
Badische Zeitung
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JAPAN ARTS
Mr. Jun-ichi Nihei
nihei@japanarts.co.jp
Mrs Miu Inui
inui@japanarts.co.jp
Um Felix Mildenberger direkt zu kontaktieren,
schreiben Sie bitte an contact@felixmildenberger.com
Photography by
Jasper Ehrich
Doug Peters
Neda Navaee